Mittwoch, 30. Juli 2008

Marcello Viotti

Viotti war der Sohn des Schmiedes Valentin Viotti. Er studierte am Konservatorium in Lausanne Gesang, Klavier und nebenher Cello und gründete ein Bläserensemble in Genf, das er bereits selbst dirigierte. Er wurde am Beginn seiner Karriere von Wolfgang Sawallisch beeinflusst, den er als Chorsänger bei Dirigaten beobachten konnte.

Marcello Viotti war ab 1985 mehrere Jahre als Kapellmeister an der Turiner Oper Teatro Regio tätig; danach war er künstlerischer Direktor des Stadttheaters Luzern, Generalmusikdirektor in Bremen und von 1991 bis 1995 Chefdirigent beim Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken. 1996 bis 1999 wurde er als einer der drei Hauptdirigenten des MDR Sinfonieorchesters in Leipzig engagiert.

Mit dem Münchner Rundfunkorchester feierte ab der Saison 1999/2000 große Erfolge mit der Konzertreihe Paradisi Gloria, mit der er in Zusammenarbeit mit Kardinal Friedrich Wetter dem Publikum geistliche Musik des 20. Jahrhunderts nahebrachte. Mit dieser Reihe, die ihre Ursache in der Gläubigkeit Viottis hatte, erregte er internationale Aufmerksamkeit. Er führte den bislang als "Salonorchester" belächelten Klangkörper zu hohem Rang. Als 2004 der Intendant des Bayerischen Rundfunks Thomas Gruber die Schließung des Rundfunkorchesters für 2006 verkündete, trat Viotti unter Protest von der Leitung zurück. 1999 und 2000 leitete er den Maskenball von Giuseppe Verdi auf der Seebühne Bregenz.

Er gastierte regelmäßig an der Wiener Staatsoper, wo er insgesamt 15 verschiedene Opern dirigierte, aber auch an vielen anderen Opernhäusern wie etwa in München, Hamburg, Berlin, Zürich, Brüssel, Paris oder Mailand sowie in San Francisco und New York, weiter bei den Salzburger Festspielen und in der Arena di Verona (Rigoletto).

Er dirigierte auch die Berliner, Münchner und Wiener Philharmoniker, die Bamberger Symphoniker ebenso wie die großen Orchester Australiens und Japans.

Ein Höhepunkt seiner Karriere war die Ernennung zum Direttore musicale des Teatro la Fenice in Venedig im Januar 2002.

Allein in der Saison 2003/2004 leitete er u.a. Neuproduktionen von Jacques Fromental Halévys La Juive an der Metropolitan Opera in New York, Verdis Attila und Georges Bizets Perlenfischer in Venedig, Charles Gounods Roméo et Juliette für die Bayerische Staatsoper in München sowie eine Fernost-Tournee mit den Wiener Philharmonikern.

Viotti lebte mit seiner Frau, die Geigerin war, und vier Kindern im französischen Lothringen und in München.

2005 wollte Viotti Verdis La Traviata mit Anna Netrebko bei den Salzburger Festspielen dirigieren. Er leitete zuletzt am 5. Februar 2005 die Premiere einer konzertanten Aufführung von Norma in der Wiener Staatsoper mit Edita Gruberova. Am 10. Februar brach er bei den Proben mit dem Münchner Rundfunkorchester zur konzertanten Aufführung von Jules Massenets Manon in München nach einem Schlaganfall zusammen. Wegen eines Blutgerinnsels, hieß es, habe Viotti an der Halsschlagader operiert werden müssen. Danach hatte sich sein Zustand rapide verschlechtert, am 16. Februar 2005 verstarb er.

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Wiener Singverein

Menschen, die Musik machen
Menschen machen die Musik

Singen im Wiener Singverein – das heißt: Liebhaberei mit höchsten künstlerischen Ansprüchen verbinden. Das bedeutet: nicht vom Singen, aber in vieler Hinsicht für das Singen leben.

So machen rund 200 Sängerinnen und Sänger das Unwahrscheinliche möglich: ein "Amateurchor" zu bleiben und doch auf professionellem Niveau zu musizieren. Die besten Orchester und die wichtigsten Dirigenten arbeiten regelmäßig mit dem Chor zusammen.

Höchste Qualität ist beim Singverein schon von Haus aus selbstverständlich. Sein Zuhause, der Wiener Musikverein, ist weltweit eine der ersten Adressen in Sachen klassischer Musik. Der Singverein gehört zur Identität der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, und seine Anfänge reichen zurück bis ins Jahr 1812, das Gründungsjahr der Gesellschaft. Der Goldene Saal des Wiener Musikvereins ist demgemäß sein wichtigstes Podium. Doch gastiert er oft auch in anderen Zentren des internationalen Musiklebens.

Prominente Namen prägen die Geschichte des Chores, der 1858 als Zweigverein der Gesellschaft der Musikfreunde offiziell gegründet wurde. Johannes Brahms war einige Jahre lang sein künstlerischer Leiter. Und von Brahms über Buckner und Mahler bis zu Franz Schmidt und Otto M. Zykan reicht die Reihe prominenter Uraufführungen, an denen der Singverein maßgeblich beteiligt war.
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